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Mit einem kurzen Festakt und anschließendem Gartenfest in sommerlicher Atmosphäre hat das Institut für Geographie sein 30-jähriges Bestehen seit der Wiedergründung gefeiert und zugleich Prof. Dr. Vera Denzer in den Ruhestand verabschiedet, die das Institut fast ununterbrochen seit seiner Wiedergründung mitgestaltet hat. Ein Fest, das Vergangenheit und Zukunft zusammenbrachte.
Text:
Rektorin, Studierende, Alumni, Kolleginnen und Kollegen, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus drei Jahrzehnten – wer an diesem Sommertag zum Gartenfest des Instituts für Geographie gekommen war, brachte Erinnerungen mit: An improvisierte Anfänge, an Aufbruchsstimmung, an ein Institut, das nicht nur Ort des Forschens und Lehrens war, sondern auch der gelebten Begegnung. Dass die Wiedergründung der Geographie in Leipzig bereits 30 Jahre zurückliegt, wurde ausgiebig gefeiert.
Die Geographie als Brückenfach
In den Grußworten des Festakts zog sich ein Gedanke wie ein roter Faden durch: Die besondere Stellung der Geographie als Brückenfach. So wurde die Geographie in Leipzig als interdisziplinär ausgerichtet, transferstark und gesellschaftlich relevant beschrieben. Rektorin Prof. Dr. Eva Inès Obergfell, Studiendekan Prof. Dr. Christoph Zielhofer und die Direktorin des Leibniz-Instituts für Länderkunde, Prof. Dr. Judith Miggelbrink, betonten übereinstimmend, dass diese Ausrichtung kein Zufall ist, sondern Programm und Teil des „Leipziger Wegs“.
Zukunft mit Signal
Dass das Institut nicht im Jubiläum verweilt, sondern nach vorn schaut, machen zwei aktuelle Ausschreibungen deutlich: eine W3-Professur für Sozialgeographie und eine W2-Professur für Wirtschaftsgeographie und Nachhaltigkeit sollen das Institut stärken. Ziel ist es, die Geographie an den universitären Exzellenzbereichen „Globale Dynamiken“ und „Life:Earth:Humans“ zu beteiligen. Daneben stimmt auch die lebendige Studierendenschaft in die Zukunft ein: So richtete der Fachschaftsrat nicht nur das Jubiläumsfest logistisch aus, sondern ihm gelang 2025 auch die erfolgreiche Ausrichtung des Jungen Kongress Geographie in Leipzig. Für diese Leistung wurde die Fachschaft bereits von der Geographischen Gesellschaft zu Leipzig ausgezeichnet und plant motiviert die Bundesfachschaftentagung 2027.
Vera Denzer: Abschied von einer prägenden Persönlichkeit
Den Mittelpunkt des Tages bildete schließlich die Verabschiedung von Prof. Dr. Vera Denzer. Die Professorin für Anthropogeographie hat das Institut fast ununterbrochen seit seiner Wiedergründung begleitet – und es in vier Amtszeiten als Institutsdirektorin in unterschiedlichen Entwicklungsphasen mitgeprägt. Vera Denzer dachte besonders an die Aufbruchsstimmung und den Zusammenhalt im Haus zum Zeitpunkt der Wiedergründung zurück und charakterisierte das Leipziger Institut für Geographie damals wie heute als Ort des Forschens und Lernens sowie der gelebten Begegnung.
Judith Miggelbrink würdigte in ihrer Rede das dreißigjährige Engagement von Vera Denzer sowohl anhand institutioneller Ereignisse wie auch alltäglicher Begegnungen in Lehre und Kollegium. In diesen und auch den anderen Grußworten der Rektorin und des Studiendekans war immer wieder von Vera Denzers Kollegialität, ihrer Besonnenheit, ihrem Weitblick und der Fähigkeit die Rede, auch in schwierigen Momenten unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen.
Auch angesichts des Abschieds zeigt sich das Institut für Geographie lebendig, zukunftsfähig und erwartungsvoll auf die nächsten 30 Jahre.
Gez.
Anne Köllner
Sebastian Lentz
Michelle Meier
Judith Miggelbrink
Christoph Zielhofer
Foto: Das Gartenfest bot Raum für Begegnungen, Erinnerungen und Gespräche über die Zukunft des Instituts für Geographie. Gemeinsam mit Rektorin Frau Professorin Eva Inés Obergfell (erste Reihe, 3. von rechts) die 30jährige Neugründung des Instituts für Geographie an der Universität Leipzig und danken Frau Professorin Vera Denzer (erste Reihe, 4. von rechts) für ihre prägende Rolle bei der Gestaltung des Instituts von 1996 bis heute (Foto: J. Schmidt, C. Nützer, Institut für Geographie).
