11. Jahrestagung Arbeitskreis Qualitative Methoden der Geographie und der raumsensiblen Sozial- und Kulturforschung
FELDFORSCHUNG
Geschichten, Umwege und andere Unwägbarkeiten des Forschens
Feldforschung gehört zum methodischen Selbstverständnis vieler qualitativer und raumsensibler Forschungen. Doch was genau ist eigentlich das „Feld“? Es ist kein selbstverständlich gegebener Ort, sondern entsteht erst im Forschungsprozess. Seine sozialen, politischen und räumlichen Grenzen sind beweglich und verändern sich mit den jeweiligen Umständen. Das „Feld“ ist damit weniger ein klar abgegrenzter Ort als ein prozessuales, relationales und mitunter widersprüchliches Geschehen.
Wir möchten deshalb Feldforschung in den Mittelpunkt rücken: Wie wird ein Feld hergestellt, abgegrenzt und zugänglich? Wann und für wen beginnt und endet es? Welche Zugänge werden ermöglicht oder versperrt und wie verändern sie sich im Forschungsprozess? Uns interessieren dabei ebenso die Phasen des Vorbereitens, Hineingehens, Sich-Bewegens, Herausgehens und Nachbereitens wie das Geschehen im Feld selbst. Was passiert, wenn Forschung nicht wie geplant funktioniert, Zugänge abbrechen, Methoden nicht greifen oder Situationen überfordern? Welche Erfahrungen machen wir mit Scheitern, Unsicherheit und Ungewissheit? Damit verbunden sind Fragen nach Rollen, Positionierung und Verantwortung: Welche Aufgaben und Beziehungen entstehen im Feld, welche Verstrickungen ergeben sich und wie lassen sich diese reflektieren? Welche Wirkungen hat Forschung über die akademische Wissensproduktion hinaus? Wie kommunizieren wir Forschung und was bedeutet es, Forschung und ihre Ergebnisse zurückzugeben? Und welche forschungsethischen Fragen entstehen im Verlauf und nach Abschluss der Feldforschung? Schließlich möchten wir das Ende der Feldforschung in den Blick nehmen: Wann und wie endet Feldforschung? Was bedeutet es, „aus dem Feld“ zu gehen, und welche Beziehungen, Verpflichtungen und Fragen bleiben bestehen? Und was brauchen wir, um diese Erfahrungen zu reflektieren und weiterzuentwickeln? Welche Rolle spielen dabei Austausch, Begleitung, Beratung und Supervision?
Neben Vorschlägen zum Schwerpunktthema sind Einreichungen für den slot Freie Themen möglich; hier können Forschungsergebnisse ebenso wie methodische und methodologische Überlegungen vorgestellt werden. Nicht zuletzt besteht im slot Work-in-Progress die Möglichkeit, eigenes Material in der Gruppe zu analysieren und zu besprechen. Beitragsvorschläge im Umfang von 300 Zeichen können bis zum 30.11.2026 HIER eingereicht werden. Eine Rückmeldung erfolgt bis zum 04.12.2026. Wir freuen uns auf eure Beiträge!
TERMIN & ORT 22.–23.02.2027, Tagungshaus Haus am Steinberg, Goslar
ANMELDESCHLUSS 12.01.2026
KONTAKT Bei Fragen könnt ihr euch gerne an Melike Peterson, peterson@uni-bremen.de wenden
TAGUNGSBEITRAG Die Kosten für Übernachtung, Vollverpflegung und Tagungsmaterialien betragen 160€
HINWEIS Die Unterbringung findet standardmäßig in Doppelzimmern statt. Einzelzimmer stehen begrenzt zur Verfügung und sind mit einem Aufpreis von 15€ verbunden. Überweisung bis 16.12.2026 an: Melike Peterson IBAN DE75 4167 0024 0662 2443 00
ANREISE mit Aufpreis bereits am 21.02.2027 möglich
ANMELDUNG erfolgt HIER oder über die Website des AK: https://www.qualitative-methoden.ch