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Call for Papers: Digitales Kolloquium ‚ARKUM – Fachdisziplinen im Gespräch!‘ Sommersemester 2026

CfP für das digitale Kolloquium ‚ARKUM – Fachdisziplinen im Gespräch!‘
Sommersemester 2026

Der Wald steht nie still
Ressource, Herrschaftsraum und Bedeutungsort im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Rationalität und ökologischer Resilienz

Der Arbeitskreis für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa (ARKUM e. V.) lädt Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen und insbesondere Doktorand*innen und Early Career Researcher der Archäologie, Geographie, Geschichtswissenschaften und weiteren Disziplinen zur Teilnahme am bevorstehenden Online-Kolloquium ein. Ziel ist es, den Wald als dynamischen Kultur-, Nutzungs- und Bedeutungsraum zu diskutieren, in dem sich langfristige Kontinuitäten ebenso wie tiefgreifende Transformationen überlagern. Im Fokus stehen historische und gegenwartsbezogene Perspektiven auf Wälder als Orte ökonomischer Nutzung, politischer und rechtlicher Ordnung sowie symbolischer und kultureller Aufladung. Der Wald erscheint in sozialen, politischen und gesellschaftlichen Kontexten als Spiegel der jeweiligen Gesellschaft – sowohl historisch als auch gegenwärtig. Er tritt dabei nicht nur als Handlungsraum, sondern als eigenständiger Akteur hervor, dessen Anliegen über gesellschaftliche Sprachrohre wie Kunst, Kultur und zivilgesellschaftliche Initiativen artikuliert werden. Die eingereichten Beiträge sollen das Spannungsfeld zwischen Handlungs- und Kulturraum herausarbeiten und aufzeigen, welchen Wandlungsprozessen der Wald unterliegt.

Besonderes Interesse gilt Beiträgen, die die Verschränkung von Ökonomie und Ökologie, von Ressourcennutzung, Herrschaftspraktiken und Resilienzkonzepten
epochenübergreifend analysieren:

  • Wie wurde der Wald in unterschiedlichen historischen Kontexten als Ressource ökonomisch rationalisiert, organisiert und genutzt, und welche langfristigen
    landschaftlichen und ökologischen Folgen lassen sich daraus rekonstruieren?
  • In welcher Weise formten rechtliche, politische und administrative Praktiken den Wald als Herrschaftsraum? Wie manifestieren sich diese Ordnungen räumlich,
    materiell und sozial?
  • Wie standen kulturelle, symbolische und ästhetische Deutungen des Waldes in Beziehung zu ökonomischen Nutzlogiken und ökologischen Resilienzvorstellungen, insbesondere in Phasen von Umwelt- und Klimawandel?
  • Welche Rolle spielt der Wald als Kultur- und Naturraum im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie?

Das Online-Format bietet Raum für Diskussion, Feedback und kollegialen Austausch zu diesen und verwandten Themen und Fragestellungen.

Bewerbungen für einen Vortrag in Form eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen) UND wenigstens fünf Keywords sowie eine Kurzvorstellung (max. 400 Zeichen) mit
Kontaktdaten bitte bis 08.04.2026 an: markus.bachofner@plus.ac.at

Die Keywords sollen zur fachübergreifenden Diskussion anregen und können sich sowohl auf den Inhalt als auch auf theoretische bzw. methodische Aspekte etc. beziehen. Sie sollen Reflexionen ermöglichen, inwieweit beispielsweise die eventuell genannte Theorie oder Methodik im eigenen Fach eine Rolle spielt, wie das genannte Schlagwort inhaltlich im eigenen Fach besetzt ist, welche Gewichtung einem Schlüsselbegriff in der eigenen Fachperspektive zukommt oder welche Aspekte für Sie als Referentin bzw. Referent ggf. interessant wären, aus einer fachübergreifenden Sicht zu diskutieren.

Auch eine Interessensbekundung für eine einfache Teilnahme senden Sie bitte an markus.bachofner@plus.ac.at, bitte vergessen Sie dabei nicht, kurz Ihren eigenen Kontext (z. B. Fachrichtung) zu erwähnen.

Der ARKUM-Kreis freut sich auf vielfältige Beiträge und anregende Debatten.

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