Das diesjährige Treffen des Arbeitskreises Fernerkundung der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) fand am 07. und 08. Oktober 2026 am Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, in Braunschweig (Abb. 1) statt.

Abb. 1 Forum des Johann-Heinrich-von-Thünen-Instituts in Braunschweig, Tagungsort des AK Fernerkundung 2026.
Unter dem Titel:
„Erdbeobachtungs- und Umweltdaten für Gesellschaft, Politik und nachhaltige Landnutzung“
diskutierten rund 100 Teilnehmende von Universitäten, Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Behörden aus ganz Deutschland die aktuellen Themen der Fernerkundung. Das von Stefan Erasmi und Marcel Schwieder inkl. Team hervorragend organisierte Arbeitskreistreffen setzte neue Maßstäbe (Abb. 3). Sowohl etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch junge Nachwuchswissenschaftler*Innen stellten Ihre Ergebnisse in insgesamt 36 Vorträgen in den thematischen Sessions vor, bei denen am ersten Tag die Schwerpunkte auf Fernerkundungsanwendungen im Naturschutz und Wald sowie der Wissenschaftskommunikation lagen.
Abb.2: Standorte der Teilnehmenden des AK Fernerkundung 2026.
In einem eigenen Forum traf sich die Gruppe der „Early Carrer Researcher“, die beim AK Fernerkundung 2025 ins Leben gerufen wurde. Angeleitet von Kollegen der Ruhruniversität Bochum, tauschte sich die Gruppe zu aktuellen Themen rund um die Promotion sowie die Herausforderungen und Chancen beim Einstieg in die Wissenschaft aus.
Zusätzlich zum wissenschaftlichen Programm fand ein restlos ausgebuchter Hands-on Workshop statt, in dem die Teilnehmenden die neusten Entwicklungen der EnMAP-BOX – einer Software die für die Verarbeitung von bildgebenden Spektroskopiedaten des EnMAP-Sensors sowie anderer hyper- und multispektraler Datenprodukte entwickelt wurde -, selbstständig ausprobieren durften. Anschließend wurden dem interessierten Publikum noch aktuellste Workflows aus dem Bereich des Cloud-Native Remote Sensing präsentiert und potenzielle Zugänge für eigene Anwendungen vorgestellt.
Ein weiteres Highlight war eine Führung über den Thünen Campus, die den Teilnehmenden die einmalige Gelegenheit bot, diesen historischen Standort einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können.
Abends wurden bei einer Postersession lebhaft Ideen ausgetauscht, Netzwerke gepflegt und neue Bekanntschaften geknüpft, bevor der erste Tag bei einem gemeinsamen Abendessen seinen Ausklang fand.
Der zweite Tag wurde mit einem spannenden Keynote-Vortrag von Katja Berger vom Helmholtz-Zentrum für Geoforschung eröffnet, in dem sie die politische und gesellschaftliche Relevanz der Forschungsergebnisse hervorhob, den Weg von rohen Fernerkundungsdaten hin zur Politikberatung aufzeigte und betonte, dass gerade diese letzte Meile mitgedacht werden sollte. Nach diesem hervorragenden Einstieg wurde für den Rest des Tages über den Nutzen von Fernerkundung für eine nachhaltige Landwirtschaft, die Kartierung von Landnutzung und -bedeckung sowie für die Stadtplanung und Entwicklungen im urbanen Raum diskutiert.
Alles in allem war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Wir bedanken uns bei allen Helfenden und Teilnehmenden und blicken mit Vorfreude auf den nächsten AK Fernerkundung im Jahr 2027!

Abb. 3: Stefan Erasmi und Marcel Schwieder bei der Eröffnung des Arbeitskreises Fernerkundung.

Abb. 4: Gruppenbild der Teilnehmer des Arbeitskreis Fernerkundung 2026 am Thünen-Institut in Braunschweig.
Für den Arbeitskreis
Stefan Erasmi, Marcel Schwieder, Volker Hochschild, Christopher Conrad, Valerie Graw und Alexander Siegmund
