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Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL): Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

Das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig bietet zum 01.05.2026 für eine Laufzeit von 36 Monaten die Stelle als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in zur Promotion (75 % Entgeltgruppe 13 TV-L) (w/m/d)

im Projekt „Mainstreaming der radikalen Rechten in den europäischen Kulturhauptstädten (R²CULT)“. Die Untersuchung von Diskursen und Politiken in den europäischen Kulturhauptstädten (R²CULT)“ wird von der DFG, der FNR (Luxemburg) und der CSF (Tschechische Republik) im WEAVE-Verfahren gefördert. R²CULT untersucht, wie Positionen und Themen der radikalen Rechten in der städtischen Kulturpolitik Europas normalisiert werden. Das Projekt verbindet die Analyse radikal rechter Akteure und der Normalisierung ihres Diskurses mit der Untersuchung kulturgeleiteter Stadtpolitik. Dabei wird das Programm „Kulturhauptstadt Europas“ als Instrument betrachtet, das zum territorialen Zusammenhalt in Europa beitragen soll und damit auf Regionen abzielt, die als marginalisiert gelten – also auf Orte, auf denen die radikale Rechte derzeit ihre politische Legitimation gründet. Das Projekt nutzt Methoden der kritischen Diskursanalyse (basierend u. a. auf Programmdokumenten, Medienanalysen, teilnehmender Beobachtung und Interviews mit Stakeholdern aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft) und vergleicht sechs Kulturhauptstädte Europas, in denen die Unterstützung für radikale rechte Parteien wächst.

Das IfL betreibt geographische Grundlagenforschung mit dem Ziel, gesellschaftliche und räumliche Wandlungsprozesse sichtbar zu machen und Wissen für nachhaltige sowie regional ausgewogene Entwicklung bereitzustellen. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und einziges außeruniversitäres Forschungsinstitut für Geographie in Deutschland verbindet das Institut Forschung und Wissenstransfer.

Wir suchen eine neugierige und ambitionierte Persönlichkeit zur Promotion mit ersten Erfahrungen in der Rechtsextremismusforschung oder mit Bezug zu lokaler Kulturpolitik und Kompetenzen in der qualitativen Sozialforschung.

Aufgabenschwerpunkte

  • Durchführung eines Promotionsvorhabens im Rahmen des Projekts
  • Weiterentwicklung des konzeptionellen und methodischen Rahmens
  • qualitative empirische Forschung zu den Fallbeispielen Chemnitz 2025 und Bad Ischl 2024
  • vergleichende Analysen der Fallstudienergebnisse
  • intensive Abstimmung im lokalen Projektteam und mit den internationalen Partnern
  • Mitwirkung bei der Organisation von Projekttreffen, Workshops und Fachsitzungen
  • Präsentation und Publikation der Arbeitsergebnisse im Rahmen einer kumulativen Dissertation

Wir bieten

  • ein spannendes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet mit der Möglichkeit zur Umsetzung eigener Forschungsideen im Rahmen der Projektvorgaben
  • ein lokales Projektteam in kollegialer, internationaler Forschungsumgebung
  • Arbeit in einem internationalen Projektverbund
  • Vergütung nach Bestimmungen des TV-L entsprechend der persönlichen Qualifikationen mit einer Jahressonderzahlung, vermögenswirksamen Leistungen und betrieblicher Altersvorsorge (VBL)
  • Zuzahlung zum Jobticket
  • familienfreundliche Arbeitsumgebung mit flexiblen Arbeitszeiten sowie der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten im Rahmen einer Betriebsvereinbarung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wir erwarten

  • fundierte Kenntnisse empirischer Sozialforschung und erste Erfahrungen in der kritischen Diskursanalyse,
  • erste Erfahrungen in der Populismus- und Rechtsextremismusforschung oder in der Forschung zu lokaler Kulturpolitik
  • ein sehr gut abgeschlossenes Studium einer einschlägigen Fachrichtung, wie z. B. Humangeographie, Sozial-, Kultur- oder Politikwissenschaften
  • Bereitschaft zu räumlicher und zeitlicher Flexibilität und Reisetätigkeit, u. a. im Rahmen der empirischen Forschung,
  • sehr gute Deutsch- (C2) und Englischkenntnisse (C1) in Wort und Schrift.

Bewerbung

Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, CV, Zeugnisse, Referenzen; max. 20 Seiten, ein PDF) unter dem Kennwort „WMa R2Cult” an:

personal@leibniz-ifl.de

Von der Zusendung eines Fotos im Rahmen der Bewerbung bitten wir abzusehen.

Hinweise zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie unter https://leibniz-ifl.de/funktionen/datenschutz-sta

Das IfL steht für Gleichstellung und Vielfalt. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Kontakt: Prof. Dr. Thilo Lang | t_lang@leibniz-ifl.de

Bewerbungsschluss:  06.04.2026

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