Im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück ist – vorbehaltlich der Mittelbewilligung – am Institut für Geographie (IfG) folgende Professur (m/w/d) zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen:
Raumbezogene Fluchtforschung
(Bes.Gr. W2)
Aufgabenbereiche:
Die Professur soll ein reflexives, grundlagenorientiertes und interdisziplinäres Forschungsprogramm zur raumbezogenen Fluchtforschung verfolgen. Sie dient der Stärkung der Fluchtforschung an der Universität Osnabrück und soll dezidiert zur Weiterentwicklung und Vernetzung der Fluchtforschung in Deutschland und im internationalen Forschungskontext beitragen.
Die Professur kooperiert eng mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS). Insbesondere soll sich die Professur an dem DFG-Sonderforschungsbereich 1604 ›Produktion von Migration‹ beteiligen, unter anderem mit einem innovativen Teilprojekt zur ›Produktion von Flucht‹ sowie durch forschungsbezogene Kooperationen mit weiteren Teilprojekten.
In der Lehre soll sich die Professur in die Studiengänge der Geographie (2-Fächer-Bachelor, B.Sc., M.Sc.) sowie den Masterstudiengang ›Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen‹ (IMIB) und das internationale Double Degree-Masterstudienprogramm „European Master in Migration Studies“ (EuMIGS) einbringen. Die Lehre erfolgt in englischer und deutscher Sprache.
Engagement in der akademischen Selbstverwaltung wird erwartet.
Fachliche Einstellungsvoraussetzungen:
Gesucht wird eine forschungsstarke, international sehr gut vernetzte Persönlichkeit mit ausgeprägter wissenschaftlicher Qualifikation. Vorausgesetzt werden Erfahrungen in der raumbezogenen Fluchtforschung, Forschungserfahrungen im internationalen Kontext sowie hochrangige Publikationen. Die oder der zukünftige Stelleninhaber:in verfügt über sehr gute Kenntnisse der internationalen und interdisziplinären Flucht- und Migrationsforschung sowie reflexiver und raumsensibler Forschungsperspektiven. Des Weiteren sollen Erfahrungen mit der Leitung von Drittmittelprojekten sowie Erfahrungen mit der Förderung von Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen vorliegen. Darüber hinaus sind einschlägige Lehrerfahrungen mit thematischem Bezug zu den genannten Studiengängen nachzuweisen. Eine hohe didaktische Eignung soll mittels entsprechender Lehrevaluationen belegt werden. Die oder der zukünftige Stelleninhaber:in verfügt über sehr gute Englischkenntnisse; gute Deutschkenntnisse sind erwünscht.
Gesetzliche Einstellungsvoraussetzungen:
Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium in der Geographie oder einer benachbarten Gesellschaftswissenschaft, etwa in der Ethnologie, den Geschichtswissenschaften, der Politologie, den Regionalwissenschaften oder der Soziologie, durch praktische Erfahrungen bestätigte pädagogisch-didaktische Eignung, die besondere Befähigung zu vertiefter selbständiger wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch eine überdurchschnittliche Promotion nachgewiesen wird und zusätzliche wissenschaftliche Leistungen im Sinne des § 25 Abs. 1 Nr. 4a NHG (z.B. Habilitation).
Auf die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung wird hingewiesen.
Als familiengerechte Hochschule setzt sich die Universität Osnabrück für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein.
Die Universität Osnabrück setzt sich für Chancengleichheit, Vielfalt und die berufliche Gleichstellung der Geschlechter ein. Wir fördern eine Wissenschafts- und Arbeitskultur, die gerechte Chancen sowie ein diskriminierungsfreies Lern-, Lehr- und Arbeitsumfeld ermöglicht. Dabei streben wir eine gerechte Repräsentation aller gesellschaftlichen Gruppen unter unseren Mitarbeitenden an und wirken Unterrepräsentanzen entgegen.
Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung und ihnen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Nähere Auskünfte erteilt Prof. Dr. Andreas Pott: andreas.pott@uni-osnabrueck.de.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, wissenschaftlicher Werdegang, Schriftenverzeichnis, Forschungsvorhaben, Verzeichnis der bisher abgehaltenen Lehrveranstaltungen) sowie einer Darlegung des geplanten Forschungs- und Lehrprofils der Professur (maximal fünf Seiten) richten Sie bitte in elektronischer Form (in einer PDF-Datei) unter gesonderter Beifügung des Vordrucks »Bewerbungsprofil« (DOCX, 18,48 kB), bis zum 7. August 2026 an den Dekan des Fachbereichs Kultur- und Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Daniel Mertens, unter folgender E-Mail-Adresse: bewerb-fb1@uni-osnabrueck.de.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.