Ein Forschungsprojekt der ETH Zürich hat zwischen 2023 und 2025 zu sogenannten ‘systemrelevanten’ Arbeitenden in Schweizer Städten geforscht. Ergebnisse dieser vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierten Studie werden nun im interaktiven Online-Tool systemrelevant! präsentiert. Während der Corona-Pandemie standen Ärzt:innen und Pflegepersonal oft im Rampenlicht. Doch es gab viele weitere Menschen, die dafür gesorgt haben, dass das Leben in unseren Städten trotz Pandemie weiterging – etwa Verkäufer:innen, Bus- und Tramfahrer:innen, Reinigungskräfte sowie Kita-Mitarbeitende. In unserem Forschungsprojekt geben wir diesen Menschen eine Stimme – den sogenannten ‘systemrelevanten’ Arbeitskräften ausserhalb des Gesundheitswesens. Sie konnten während der Pandemie nicht einfach von zu Hause aus arbeiten, blieben aber meistens unsichtbar. Wir wollten wissen: Wie haben sie diese besondere Zeit erlebt? Was hat sich für sie verändert? Welche Unterstützung fehlte – und was müsste passieren, damit ihre Arbeit mehr Wertschätzung erhalten würde? Basierend auf Interviews mit städtischen systemrelevanten Arbeitenden hat das Team die fiktiven Charaktere der Verkäuferin Ivana, der Kita-Mitarbeiterin Sarah, der Reinigungskraft Silvina und des Busfahrers Peter geschacen. Lernen Sie diese vier Menschen kennen, die während der Pandemie und auch danach oft unsichtbar blieben, aber unseren Alltag ermöglichen.
Hier geht es zum Tool: https://system-relevant.ch/
Dr. Carole Ammann, Universität Luzern und ETH Zürich